(Equisetum arvense)

Standortbedingungen

feuchter Lehmboden, Sonne bis Halbschatten

Pflanzenbeschreibung

Wegen des hohen Kieselsäuregehaltes wurde das Kraut früher zum Putzen der Zinngefäße verwendet, daher der Name Zinnkraut.
Pflanzenart und Höhe: Schachtelhalmgewächs, mehrjährig, 30 cm
Inhaltsstoffe: Kieselsäure (7 %), Magnesium, Natrium und andere

Erntezeit und Erntetechnik

Frühjahr bis Herbst, nur junges Kraut; verwendet wird das ganze Kraut ohne Wurzeln.
Sammeln in der Natur: Zinnkraut wächst an Wiesenrändern und Böschungen. Es ist aber leicht mit anderen, allerdings sehr giftigen Schachtelhalm-Arten zu verwechseln. Diese giftigen Arten erkannt man an ihren fruchtbaren grünen Triebe, die am Ende des Triebes eine Sporenähre tragen. Das wichtigste Erkennungszeichen ist, dass das unterste Glied der Seitenäste deutlich länger ist als die anderen.

Anwendungsmöglichkeiten

Trocknen: Man bindet das Kraut zusammen und hängt es an einem luftigen Ort auf. Es ist fertig getrocknet, wenn sich die Triebe leicht brechen lassen.

Verwendung als Tee bei: Nieren- und Blasenschwäche, chronischer Leberentzündung, schlechtem Bindegewebe, Haarausfall, brüchige Finger- und Zehennägel, Ekzeme, Mitessern, Stärkung der Lunge, Vorbeugung gegen Krebserkrankungen

Verwendung als Sitzbäder bei: Bandscheibenleiden, Ischiaskranke, Entzündungen des Nagelbettes

Verwendung im Pflanzenbereich: Zinnkraut-Brühe wirkt, regelmäßig angewendet, als Vorbeugung gegen Pilzerkrankungen.

Wirkung

blutstillend, zusammenziehend, wassertreibend, kräftigend, gewebefestigend, schleimlösend, blutreinigend. Zinnkraut fördert die Aufnahme von Natrium und hilft bei einem gestörten Magnesiumhaushalt.